Kaffee aus Mexiko: Geschichte des Spitzen Kaffees

Kaffeebohnen aus Mexiko, die Geschichte des mexikanischen Kaffees. So wird Kaffee in Mexiko angebaut.
Mexikanischer Kaffee: Die Geschichte des Kaffees aus Mexiko | Ein Stück deutscher Auswanderer Geschichte | Spezialitätenkaffee aus 

 


 

Inhaltsverzeichnis

So kamen die ersten Kaffeekirschen nach Mexiko

Frühe Entwicklung des Kaffeeanbaus in Mexiko

Aktuelle Situation des mexikanischen Kaffees

Der echte Geschmack mexikanischen Kaffees

Auswandergeschichte nach Mexiko mit deutschen Wurzeln

Unterschiedliche Kaffeeanbaugebiete in Mexiko

Stellenwert und Kultur des Kaffees in Mexiko

Kompakte Zusammenfassung: Kaffee aus Mexiko

 


 

Wenn man an Mexiko denkt kommen meist gleich traumhafte Bilder von karibischen Stränden, köstlichem Essen und feinstem Kaffee. Genau dafür ist das mittelamerikanische Land bekannt. Und jetzt wollen wir uns genauer dem Thema Kaffee widmen.
In diesem Beitrag erfährst du, wie der Kaffee nach Mexiko kam. Wie sich der Kaffeeanbau entwickelte. Es geht um die heute Situation der Kaffeebauern und den Kaffee-Export. Zusätzlich geht es tolle Infos rund um mexikanischen Spezialitätenkaffee und wo du diesen findest.

 


 

So kamen die ersten Kaffeekirschen nach Mexiko

So kamen die ersten Kaffeebohnen nach Mexiko.

Laut mehreren Quellen kam der erste Kaffee im 18. Jahrhundert, genauer gesagt 1780 erstmals nach Mexiko. Er wurde von den Spaniern von Kuba und der dominikanischen Republik aus nach Mexiko eingeführt. Seitdem ist der Kaffee ein fixer Bestandteil und ein wichtiger Wirtschaftssektor für die Mexikaner.

Zuerst wurden die Kaffeekirschen in Veracruz angebaut. Nicht verwunderlich, denn da liegt auch der wichtigste Hafen, direkt am Golf von Mexiko. Von dieser Region hat sich der Kaffee dann weiter in den Süden des Landes verbreitet. Von da an erlangte das Land in Mittelamerika immer mehr Bedeutung in der Kaffee Produktion.

 


 

Frühe Entwicklung des Kaffeeanbaus in Mexiko

Das Land Mexiko auf der Weltkarte.

Derzeit liegt Mexiko auf Platz 10 der größten Kaffeeanbauländer weltweit. Doch diesen Platz musste sich das Land hart erkämpfen. Denn vom einstigen Kaffeehoch ging es ab dem Jahr 1989 dann leider abwärts mit der Kaffeeproduktion. Zu diesem Zeitpunkt wurde die mexikanische Behörde (Instituto Mexicano del Cafe) aufgelöst, welche für stabile Abnahmequoten und Preise sorgte. Zusätzlich dazu scheiterte das International Coffee Agreement (ICA). Das ICA sorgte für stabile, ausgleichende Abnahmemenge zwischen Kaffee produzierenden Ländern und Kaffeekaufenden Ländern weltweit. Das ICA war verantwortlich für einen regulierten, faireren Preis für die Kaffeebauern und Abnehmer.

Mit der Auflösung des ICA und des Institute Mexicnao de Cafe wurde eine interantionale Kaffeekrise ausgelöst. Davon war Mexiko stark betroffen. Durch die fehlenden Regulierungen herrschte ein Überangebot an Kaffeebohnen. Das führte dazu, dass die Preise für Kaffee stark fielen und viele Bauern stürzten mit in die Krise. Zu diesem Zeitpunkt stoppten massenweise Bauern ihre Kaffeeproduktion. Denn die Bauern erhielten für die Bohnen weniger Geld, als sie in den Anbau gesteckt haben, ein Minus Geschäft für viele. Diejenigen, die weiter produzierten, mussten stark an der Qualität beim Anbau sparen, damit sie überhaupt noch einen Gewinn am Markt erzielen konnten.

Doch zum großen Glück hat sich die Krise am Weltmarkt und auch speziell in Mexiko wieder gelegt. Zudem hat sich auch die Größe der Farmen geändert. Bis dato standen Großplantagen im Vordergrund. Das hat sich mittlerweile stark geändert. Derzeit sind es wieder die Kleinbauern, die in der Mehrheit sind. Durch die neu etablierte ICA und den vermehrten „Direct Trade“ sind die Kleinbauern auf dem Vormarsch.

 


 

Aktuelle Situation des mexikanischen Kaffees

Kaffeebohnen anpflanzen in Mexiko, Chiapas.

Aktuell ist der Spezialitätenkaffee aus Mexiko ganz klar auf dem Vormarsch. Das ist auch den vielen Kleinbauern zu verdanken. Es werden in Mexiko, in 13 Bundesstaaten Kaffee angebaut. Die bekanntesten davon sind: Chiapas, Oaxaca und Veracruz.

Es werden zu 90% Hochland Arabica Bohnen angebaut. Arabica gilt als die hochwertigere Bohne, denn sie wächst auf höheren Lagen und ist empfindlicher als die Robusta Bohne. Daraus werden gerne Spezialitätenkaffees gemacht. Da die Arabica Bohne sehr feine Geschmacksnuancen hat.

Der EXPLORE THE WORLD COFFEE „Mexicano Tapachula“ kommt aus Chiapas, Tapachula. Er verkörpert echten mexikanischen Kaffeegenuss. Angebaut und geröstet wird er von der Finca Sonora, eine Finca mit echter Tradition und deutschen Wurzeln.

Was den mexikanischen Kaffee so besonders macht: Mexiko hat als eines der ersten Kaffee Anbauländer auf ökologische Methoden gesetzt. Groß hervorzuheben ist, dass statt der oft eingesetzten Chemikalien, andere Methoden gegen Schädlingsbekämpfung genutzt werden.

Eine in Mexiko praktizierte Methode ist der Einsatz von Bienen. Dadurch wurde Chemie reduziert und eine natürliche Methode etabliert. Die Kaffeekirschen werden zum Großteil von Hand gepflückt. Die Aufbereitung ist dann meist nass mit anschließender Trocknung an der Sonne.

Deutschland ist der drittgrößte Abnehmer für mexikanischen Kaffee. Davor kommen noch die USA und Kanada. Trotzdem macht der Kaffee aus Mexiko nur rund 1% des nach Deutschland importieren Kaffees aus. Natürlich wird auch in Mexiko selbst Kaffee getrunken und das Land hat auch eine große Abnahmemenge für die heimischen Bohnen.

 


 

Der echte Geschmack mexikanischen Kaffees

Der echte Geschmack von mexikanischem Kaffee.

Wie bereits beschrieben setzt Mexiko vermehrt auf kleinere Kaffeefarmen, als auf große Plantagen. Vom Anpflanzen der Kirschen, über die Aufbereitung, bis zum Rösten hat dies große Vorteile. Der EXPLORE THE WORLD Mexicano Tapachula Kaffee stammt von der Finca Sonora, in Chiapas, Tapachula. Diese ist seit 4 Generationen im Besitz der Familie Edelmann. Familie Edelmann stammt ursprünglich aus Deutschland und pflegt die Kaffeetradition Mexikos gemeinsam mit einheimischen Mitarbeitern.

Auf der Finca werden die Kaffeekirschen von Hand geerntet. Das hat den Vorteil, dass nur reife Kirschen gepflückt werden. Die unreifen Kirschen haben damit noch mehr Zeit, um am Strauch weiter zu reifen. Danach wird gleich das Fruchtfleisch entfernt. Die Kirschen werden in Wasserwannen gelegt. Das nennt man „nasse Aufbereitung“. Anschließend werden die Kaffeebohnen noch in einem weiteren Wasserbad gewaschen und dann zur Trocknung an die Sonne gelegt.

Um möglichst viel Wertschöpfung direkt in Mexiko zu lassen, werden die Bohnen auf der Finca Sonora geröstet. Die Röstung findet in einer schonenden Trommelröstmaschine statt. Der Röstmeister hat viel Erfahrung, um den besten und echtesten Geschmack aus den Kaffeebohnen herauszuholen.

Mexikanischer Kaffee ist im Allgemeinen eine tolle Sache für echte Kaffeeliebhaber. Er ist eher mild, mit einer leichten ausgewogenen Säure. Aufgrund der unterschiedlichen Anbauregionen des Landes hat mexikanischer Kaffee eine große Geschmacksvielfalt.

 


 

Auswandergeschichte nach Mexiko mit deutschen Wurzeln

Auswandergeschichte nach Mexiko, Chiapas, Tapachula.

„Originaler Spezialitäten Kaffee, direkt aus Mexiko“. So lauter der Leitsatz auf der Finca Sonora. Auf der Finca wird nicht nur Kaffee angebaut, sondern die eigenen Bohnen werden  geröstet. Mit echter Handwerkskunst und Leidenschaft zum Beruf holen die Röster den echten, vielfältigen Geschmack aus den Kaffeebohnen heraus.

Die Finca Sonora wird von der Familie Edelmann geführt. Der Name hört sich nicht von ungefähr sehr deutsch an. Denn Familie Edelmann kommt ursprünglich aus Deutschland und führt bereits in der vierten Generation die Finca. Eine deutsche Auswanderergeschichte, deren Hauptintention den Erhalt von Mexikos Spezialitätenkaffee ist.

Die Geschichte beginnt 1888 damit, dass der Urgroßvater Arthur Edelmann mit seiner Frau Doris Mertens nach Mexiko kommt. Die Familie stammt ursprünglich aus Perleberg. Auf Einladung des mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz, über die Initiative „Chiapas Land and Colonizaton“, kam diese Auswanderung zu Stande. Der Gedanke dabei war es, mehr Arbeitsplätze für die Einheimischen in der Region Chiapas zu schaffen.

Als Arthur im Jahr 1933 stirbt, kommt auch sein Sohn Harald Edelmann nach Chiapas, um die Finca zu übernehmen. Harald war 1939 einer der ersten in Mexiko, der eine funktionierende Seilbahn installierte. Damit war eine unglaubliche Arbeitserleichterung geboren. Denn von da an konnten die Bohnen einfacher von einer Kaffeefarm zur nächsten transportiert werden. Der Familie Edelmann gehören drei unterschiedliche Farmen in der Region.

 

Altes Familienbild der Familie Edelmann auf der Finca Sonora.

Ab 1943 kam eine harte Zeit auf die Auswanderer zu. Denn Mexiko enteignete die Ländereien der Deutschen. Auf Grund dessen waren Harald und seine Familie gezwungen die Kaffeefarm zu verlassen. Sie ließen sich für 7 Jahre in der Hauptstadt, Mexiko-Stadt nieder. Danach kehrten sie auf die Finca zurück und kauften sie der mexikanischen Regierung wieder ab. Obwohl die Farm in einem sehr schlechten Zustand war und die ganzen 7 Jahre niemand dazu gesehen hat, baute Familie Edelmann alles wieder von vorne auf.

Harald starb im Jahr 1976 und hinterlässt die toll laufende Kaffeeproduktion seinem Sohn Eberhard Edelmann. Dieser heiratete Elba Luz Ayla, gemeinsam haben sie drei Kinder. Eberhard stirbt im Jahr 2002 und überlässt die Leitung der Kaffeefarm seinem ältesten Sohn Everardo Edelmann. Dieser hält nun eine große Geschichte in Händen, die es der Wert ist so schön weiterzuschreiben: Eine deutsche Auswanderer Geschichte, mit großem Tiefgang und anschließendem Aufschwung. Eine Farm, welche lokal Arbeitsplätze schafft und eine große Kaffeetradition am Leben hält.

 


 

Unterschiedliche Kaffeeanbaugebiete in Mexiko

Die größten Kaffeeanbaugebiete in Mexiko: Chiapas, Oaxaca und Veracruz.

Chiapas, Oaxaca und Veracruz sind die wohl bekanntesten Kaffeeanbaugebiete in Mexiko.

Chiapas: Von hier stammt der größte Teil der mexikanischen Kaffeeernte. Durch das warme, tropische Klima werden gute Erträge produziert. Dank des vulkanischen Gebiets, ist ein furchtbarer, nährstoffreicher Boden gegeben. Was den Kaffeepflanzen sehr gut tu. Der Boden versorgt die Pflanzen mit mehreren Nährstoffen. Ein Grund für die guten Erträge.

Oaxaca: Der als weich, aromatisch und voll beschriebenen Kaffee aus Oaxaca wächst an den Südhängen des Zentralgebirges. Der Bundesstaat Oaxaca liegt im Süden Mexikos.

Veracruz: Veracruz liegt am mexikanischen Golf. Dort wird vornehmlich in der flachen Region angebaut. Die Kaffeeernte gilt als eher unauffällig.

 


 

Stellenwert und Kultur des Kaffees in Mexiko

Mexikanisches Essen und Kaffee dazu.

In Mexiko hat Essen und Trinken einen sehr hohen Stellenwert. Mexiko ist weltweit bekannt für das vorzügliche Essen. Auch der Kaffee ist für viele Mexikaner sehr wichtig. Kaffee wird in Mexiko gerne zu den Snacks oder zu Gebäck jeglicher Art getrunken. Ein bekanntes mexikanisches Kaffeegetränke ist der „Café de Olla“. Durch Beigabe von Zimtstangen, Gewürznelken und Organgenschalen bekommt der Kaffee seinen einzigartigen Geschmack.

Weiters sind auch Kaffee Kreationen wie der Crajillo der der Lechero bekannt. Der Carajillo besteht aus einem Espresso, dazu wir dein Schuss Likör und etwas Eis gegeben. Der Lechero besteht aus einem Glas heißer Milch, dazu gehört eine Portion Kaffee. Diese feinen Kreationen stehen in mexikanischen Kaffees oft auf der Speisekarte.

 


 

Kompakte Zusammenfassung: Kaffee aus Mexiko

Kompakte Zusammenfassung über das Kaffee Anbauland Mexiko.

Weltmarktanteil: 2,5%
Aufbereitung: Hauptsächlich Nass, Selten Trocken
Kaffeebohnen Arten: 90% Arabica, 10% Robusta
Erntezeit: November bis März
Hauptabnehmer: USA (ca. 65%), Belgien (ca. 7%), Deutschland (ca. 4%)

 


 

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FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Kaffee aus Mexiko

Wie viel kostet Kaffee aus Mexiko?

Die Kosten hängen von einigen Faktoren ab. Handelt es sich um „direct trade“? Von wo genau kommen die Bohnen? Wie werden die Bohnen gepflückt und aufbereitet? Wie werden die Bohnen geröstet? Wie fair werden die Kaffeebauern und die Erntehelfer bezahlt? Einen tollen mexikanischen Kaffee erhältst du um die 30-40 Euro pro Kilogramm, je nach den oben genannten Faktoren.

 

Wo in Mexiko wird am meisten Kaffee angebaut?

In Chiapas wird der Großteil des mexikanischen Kaffees angebaut. Danach folgen Oaxaca und Veracruz. Der erste Kaffee gelang über Veracruz nach Mexiko.

 

Auf welchem Platz liegt Mexiko in der Weltrangliste der Kaffeeproduzierenden Länder?

Mit einem Weltmarktanteil von etwa 2,5% liegt Mexiko aktuell auf dem 10. Platz in der Rangliste der größten Kaffeeproduzierenden Länder weltweit.


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